Wie man Melodie-Picking so beherrscht, dass die Melodie betont wird

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Manche Instrumentals haben eine so durchdringende Melodie, wie als ob sie für den Gesang geschrieben worden ist. Es ist keine Stimme da, aber man kann sich leicht die Lyrics vorstellen, weil die Melodie so klar, stark und mitreissend ist.

Doch wie spielt man diese am Besten und begleitet sich selber noch dazu? Hier möchten wir Euch ein paar mögliche Zupftechniken vorstellen.

Die drei tiefen Saiten werden generell in einem abwechselnden Bass Muster gezupft, mit dem Daumen, der sich zwischen den entsprechenden Saiten stetig im Achteltalkt bewegt und die niedrigen Töne sowie die Fünftel-Akkorde zum Klingen bringt.

Die Melodielinie und die höheren Akkorde auf den drei hohen Saiten werden mit dem Ring- und dem Mittelfinger gezupft, gelegentlich auch mit dem kleinen Finger. Diesen kann man aber auch ablegen und nur mit den vier anderen Fingern spielen.

Die stetige Daumenbewegung begründet den rhythmischen Rahmen des Songs während der Ring- und der Mittelfinger die melodischen Noten und Akkorde in variierenden 16tel Synkopen hinzufügen. Manche Pattern können sehr schwierig zu spielen werden. Um nicht zu schludern, sollten solche Details besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Beim Fingerpicking einer Melodie kann man grundsätzlich zwei Anschlagarten unterscheiden: page-622x390Mit und ohne Anlegen des kleinen Fingers.

Melodiespiel mit Anlegen bedeutet, dass der anschlagende Finger nach der Tonerzeugung an der nächst tieferen (also zu mir hin zeigenden) Saite anliegt. Dazu sind die Finger durchgestreckt zu halten. Das Spiel mit Anlegen ergibt einen kräftigen Ton und man kann die Lautstärke sehr präzise beeinflussen.

Wenn man die Melodie ohne Anlegen spielen will, sind die Finger leicht gekrümmt zu halten und legen sich nicht an die nächste Saite an. Der Ton wird klingender, aber auch leiser, und viele Spieler können mit dieser Technik flüssiger spielen. Die Beeinflussung der Lautstärke wird damit allerdings etwas schwieriger und erfordert einiges an Erfahrung.

Ihr solltet beide Techniken beherrschen, also übt Ihr die Melodie am besten in beiden Varianten.

Eine weitere Technik ist das Palm-Muting. Hierbei wird der Handballen der Anschlagshand direkt am Steg auf die drei tiefen Saiten der Gitarre leicht aufgelegt und damit abgedämpft.

Wir wünschen viel Spass beim Üben!